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Heute zeige ich euch wie ich meinen ersten Canvas Backdrop selbst erstellt habe.

„Canvas“ bedeutet auf deutsch Leinwand oder Leinen.

Der Backdrop soll als Hintergrund für die Beauty- oder Familienfotografie verwendet werden.

Hier könnt ihr euch inspirieren lassen in einer gigantischen Sammlung an Backdrops. Soweit mir bekannt, vermietet Oliphantstudio diese aber nur

Backdrops von Oliphant

Wer keine Lust hat diese selbst zu machen kann sie unter anderem hier bestellen

Sweet-Design-Shop

 

Für alle anderen geht es jetzt los mit der Einkaufsliste und Beschreibung 🙂

Bestellt hatte ich mir ein Baumwolltuch, ich würde euch aber eher ein Segeltuch empfehlen da diese von den Maßen besser passen. Mein nächstes Backdrop werde ich mit Segeltuch entwerfen und zeige euch dann natürlich auch ein paar Bilder.

Zu finden sind diese Segeltücher z.b. hier

Segeltuch

Dieses hier wird häufig in Amerika verwendet

Canvas

Ausserdem benötigt ihr folgendes

Abdeckfolie

Kreppband

Malerrolle

Verlängerung Malerrolle wenn ihr nicht die ganze Zeit auf dem Boden kriechen möchtet, dann kommt ihr da nicht drumherum

Abstreifgitter

Schwamm falls ihr hier einen größeren Schwamm findet würde ich euch eher diesen empfehlen. Und an diesem am besten nicht sparen, billige zerfleddern häufig schnell

Farbwanne nicht vergessen! Ansonsten müsst ihr wie ich nach anderen Alternativen suchen die lange nicht so gut funktionieren 🙂 (Mein Wäschekorb hat nun keinen Deckel mehr!)

Als Farben habe ich diese hier gewählt

Schöner Wohnen Moon

Schöner Wohnen Manhattan

Schöner Wohnen Cashmere hier habe ich allerdings einen Tester gekauft, also nur eine kleine Dose. Diese Farbe sollte nur ein paar Akzente setzen. Man muß auch von den anderen Farben nicht gleich den ganzen Eimer kaufen, eine Möglichkeit wäre noch sich einen Eimer weisse Farbe zu holen und sich die Farben mit einer Abtönfarbe selbst zu mischen.

In Amerika wird für die Backdrops häufig Acrylfarbe verwendet. Auch Tafelfarbe eignet sich, da sie besonders matt ist, hervorragend.

Vom Verbrauch würde ich sagen die beiden oberen Farben reichen locker nochmal für 1-2 Leinwände während Cashmere in der Testerversion schon knapp wurde. Ausser die erste Schicht wurde von mir immer verdünnt mit VIEL WASSER gearbeitet

Insgesamt seid ihr also ca. mit 130,- Euro dabei wenn ihr wirklich garnichts davon im Haus habt. Die Farbe kann jedoch wie gesagt für 2 Backdrops benutzt werden.

Schale mit Wasser nicht vergessen!!!

 

Nice to have aber geht auch ohne

Maleranzug

Einmalhandschuhe

 

Ausser dem Baumwollstoff habe ich alles im Baumarkt besorgt.

Und da steht man dann vor dem Regal mit den wunderschönen Farben

 

 

Es ist ganz gut sich schon vorher ein wenig Gedanken zu machen in welche Richtung der Backdrop von den Farben gehen soll.

Habt ihr alles beisammen? Dann kann es losgehen:

 

Als erstes habe ich den Boden mit der Folie abgedeckt. Den Backdrop habe ich dann mit dem Kreppband an die Folie geklebt. Schnell noch in meinen schicken Maleranzug geschlüpft, Handschuhe an, YIPPIIIIE…

Und wenn man dann gerade den Deckel der Farbe entfernen möchte kann man sichergehen das es erstmal an der Türe klingelt. Das Päckchen das ich dann in die Hand gedrückt bekomme ist natürlich nicht für mich…

Ok JETZT aber….

 

Als erstes habe ich die dunkle Farbe mit der Malerrolle auf dem Backdrop verteilt.

Das ging ruckzuck muss ich sagen und entgegen meiner Erwartungen war es nicht so das der Backdrop ständig vom Boden gerutscht ist. Es hielt ziemlich gut.

Kleine Empfehlung noch am Rande: Falls ihr die Möglichkeit habt euren Backdrop auf einem ebenen Untergrund zu bemalen dann macht das. Durch die Rillen des Laminats musste ich teilweise an manchen Stellen öfter drübergehen. Manche bügeln ihren Backdrop bevor sie ihn bemalen, habe ich jetzt nicht gemacht (wie man sieht 🙂 viel glättet sich auch nach der Trocknung, hängt sich aus und ist dann garnicht mehr so dramatisch. Den nächsten werde ich gebügelt versuchen und dann vergleichen ob sich der Aufwand lohnt.

Nun bin ich mit meinem Schwamm in die hellere Farbe und habe angefangen immer wieder helle Akzente zu setzen, zu wischen und verlaufen zu lassen.

Am Anfang war das ganze noch etwas zaghaft, ein wenig Wasser drüber, leicht verwischen. Irgendwann hatte ich das Gefühl das ich kübelweise am Wasser drüberschütten war….naja nicht kübelweise aber ich habe wirklich sehr sehr viel Wasser verwendet. Immer wieder den Schwamm mit Wasser vollgesogen und dann einfach irgendwo mittem im Backdrop ausgedrückt. Oder auch gleich die Schale über die Fläche schütten und dann mit dem Schwamm in verschiedene Bereiche verteilen.

 

 

Zwischendruch habe ich ihn mehrere Stunden trocknen lassen, ist jedoch nicht nötig wie ich von Kollegen erfahren habe. Im Grunde kann man gleich weiterarbeiten.

 

 

Hier mal ein schnelles Ergebnis wie der Backdrop auf dem Foto wirkt:

 

 

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim selbermachen, meldet euch wenn ihr noch irgendwelche Fragen habt 🙂

 

 

 

Gerade habe ich mir nochmal alles durchgelesen und noch kurz gezählt wie oft ich hier das Wort „Backdrop“ verwendet habe – ganze 13!!!! Mal.

Bitte durch Hintergrund, Leinwand, o.ä. austauschen, Danke 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ja, wie hat das denn eigentlich angefangen? Oft werde ich das von meinen Kunden gefragt.

Nein, im Kindergarten hat es noch nicht begonnen. Ich bin als kleines Mädchen nicht mit der Kamera umhergelaufen und habe fotografiert was mir vor die Linse kam. Als Kleinkind bin ich gerne im Sandkasten gesessen und wenn ich nichts gebaut habe dann habe ich den Sand halt gegessen 🙂

Ich kann mich erinnern das ich als Teenager, so ca. mit 13 oder 14 Jahren gerne Gesichter beobachtet habe. Welche Gesichtsseite sieht besser aus? Aus welcher Position sehen ihre/seine Augen am besten aus? Wo kommen Wimpern besonders zur Geltung? Wann hat xy ein Doppelkinn und wann sieht man nichts davon? Augen waren schon damals die Gesichtspartie die mich am meisten faszinierte. Manchmal fand ich auch bestimmte Konturen von Mund und Nasen im Abstand wunderschön.

Ich habe keine Ahnung wie lange ich damals einige Personen angestarrt habe, aber ich hatte Glück – es fiel niemandem auf und so kam es nicht zu der Situationen in denen sich jemand vor mich stellt und fragt wieso ich denn so starren würde. Auf die Idee diese Eindrücke zu fotografieren bin ich aber nicht gekommen. Also auch hier hat es nicht angefangen, es hat vor ca. 11 Jahren angefangen als eine meiner Freundinnen von uns eine Kamera zum Geburtstag geschenkt bekam. Es war eine Kamera für die Hosentasche und das war damals für uns so das Tollste das man sich vorstellen kann,  EINE KAMERA FÜR DIE HOSENTASCHE…. Nicht, wieviel Megapixel, usw. NEIN, es war einfach nur ein

SIE PASST IN DIE HOSENTASCHE HALLELUJAAAAAA

Ok, ich brauche auch eine Kamera, unbedingt! Es ist auch nicht wichtig das sie was kann, in die Hosentasche muss sie passen!

Also setzte ich mich vor den Rechner und wälzte zusätzlich eine Kamerazeitschrift nach der anderen. Ich verglich, notierte, wägte ab…

Und das wars dann mit der Hosentaschenkamera….ich brauchte eine Spiegelreflexkamera und nach Abwägung von allen Vor- und Nachteilen war mir die Hosentasche plötzlich ziemlich egal.

Es wird eine Canon 20D. Was soll sie kosten? 1.000,- ??? Uiiii…. nagut, doch ich brauche sie trotzdem!

Erstmal nur mit dem Kitobjektiv….das gewöhnt man sich aber wirklich sehr schnell ab und sucht nach anderen Objektiven, auch wenn das Kitobjektiv wirklich toll ist für die ersten 10 Minuten. Ich hatte mich für das 50mm 1.4 entschieden, und ich shoote heute noch mit diesem Objektiv.

Im Internet habe ich mir dann viele Bilder angeschaut und wurde von einem Bild einer lieben Fotografin (hallo Martina 🙂 sprichwörtlich magisch angezogen. Es zeigte ihren Sohn als Portrait und es war die Bearbeitung, sein Blick, der Bildausschnitt und die Bildstimmung die mich fesselte. Gefunden hatte ich es in der Fotocommunity und so meldete ich mich hier an. Die Fotocommunity ist eine Plattform in der von den unterschiedlichsten Fotografen Bilder hochgeladen und bewertet/kritisiert werden. Besonders herausragende Bilder werden in einer Abstimmung mit einem Stern prämiert. Ausserdem findet man ein Diskussionsforum zu den verschiedensten Themen rund um die Fotografie.

Irgendwann kam der Tag an dem auch ich ein Bild hochgeladen habe. Hochladen und warten….

warten…

warten…

Und dann kommt es, das erste positive Feedback. Ein kleines Tänzchen im Kreis, es war ein tolles Gefühl. Am Anfang habe ich meine eigenen Bilder nicht kritisch betrachtet, ich habe ein Bild gemacht, es hat mir gefallen (meist weil auch noch Personen darauf zu sehen waren die ich sehr lieb hatte) bekam positives Feedback und war motiviert.

Ich weiß heute das konstruktive Kritik eine sehr wichtige Chance ist sich weiter zu verbessern, genauso wie auch positives Feedback wichtig ist um die Motivation und die Begeisterung beizubehalten und dranzubleiben.

An meine erste negative Kritik kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ich hatte am Strand einen Hochstuhl fotografiert und das Bild in schwarzweiß umgewandelt. Der Kommentar, den ich nach dem Hochladen darunter las war in etwa: „Das war wohl nichts, probiere es nochmal“. (Ich glaube ausgedrückt war es eher in diese Richtung „was für ein besch.. Bild das war wohl nichts“….

Schock! Nochmal lesen, hat er das tatsächlich geschrieben? Hat er das irgendwie anders gemeint? Irgendwie „po si tiv“? Nein, hat er nicht, er hat es genau so gemeint wie es in meinem Kopf ankam.

Aus heutiger Sicht war dies keine konstruktive Kritik. WARUM war das Bild misslungen? Waren die Lichter ausgefressen? Die Tiefen abgesoffen? Hatte das Bild zuwenig Kontrast? War der Bildausschnitt ungünstig gewählt? Oder gefiel es ihm einfach nicht.

 

Trotzdem half sie mir damals sehr. Ich bezog die Kritik auf meine Bildbearbeitung und fing an mich in Photoshop reinzuknien. Unzählige Stunden, Tage und Nächte (ganz besonders die Nächte!). Ich merkte nicht wie die Stunden vergingen und es gab Tage da sass ich vor dem Rechner, es wurde wieder hell, Mark stand auf um zur Arbeit zu gehen und ich war immer noch am Lesen und probieren. Mal fand er mich vor wie ich heulend vor meinem Laptop sass und nicht verstand warum das Ergebnis einfach nicht so aussah wie ich es mir wünschte. Und ein anderes Mal wie ich hellwach kreischend vor dem Laptop sass und ihm erzählte was Neues geklappt hat. Das waren Momente die sich anfühlten als hätte man in der Schule eine 1 in einer Klassenarbeit geschrieben. Photoshop machte mir irgendwann soviel Spass das ich absichtlich Dinge im Hintergrund nicht wegräumte beim Fotografieren um sie nachher im Bild durch Photoshop verschwinden zu lassen (NICHT Sinn der Sache!).

Ich fotografierte, bearbeitete und nahm regelmäßig an Wettbewerben teil. Mein Blick auf meine eigenen Bilder veränderte sich. Gewinne aus Wettbewerben wurden von mir in Objektive eingetauscht. Alles was ich bekam investierte ich wieder in die Fotografie.

Irgendwann sprach mich eine Castingagentur an und ich fotografierte Models und Kinder. Es war toll gemeinsam mit Visagisten und Stylisten zu arbeiten. Bald häuften sich Anfragen zu anderen Shootings und ich entschied mich in die Selbständigkeit zu wechseln. Diesen Schritt habe ich bis heute nicht bereut 🙂

 

 

 

 

 

 

 

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